Über bundy

Text von der Cover-Rückseite der "Schmetterlingspoesie - Band 1": "Ich bin Motorradrennfahrer, und ich schreibe Gedichte. Diese für mich früher undenkbare Tatsache habe ich Eric zu verdanken, einem Freund, der mich im September 2009, am Tag, an dem er mit seiner Yamaha verunglückt war, als Schmetterling besucht hat. Eine Woche später, kurz vor seiner Beerdigung, verabschiedete er sich auf dieselbe Weise von seiner Schwester und seiner Mutter. Seitdem glaube ich nicht mehr an den Tod, - und seitdem schreibe ich jeden Tag Gedichte. Woher sie kommen, weiß ich nicht. Es ist vielleicht meine Aufgabe in diesem Leben, Erics Botschaft, dass keiner jemals wirklich geht, an die Menschen weiterzugeben, und wenn nur eines der 100 Gedichte in diesem Büchlein einem einzigen Menschen da draußen in einem dunklen Moment ein kleines bisschen Hoffnung schenken kann, dann hat es sich für mich schon gelohnt, es zu schreiben. Schmetterlingsgruß, Bundy"

Gedicht: „Es ist wie es ist“

es

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Für/von Nana~~~ <3

 

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Es ist wie es ist

Wenn du mal wieder traurig bist,
weil du mich fürchterlich vermisst,
dann hör ich deine Frage,
warum das Sterben dunkel ist.

Wenn dich die Sehnsucht fast zerfrisst
und du zu atmen ganz vergisst,
dann hörst du, wie ich sage:
„Es ist gar nicht dunkel. Es ist wie es ist.“

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Fotogedicht: „Himmelshochzeit“

Zur Nacht gibt es nochmal eine besondere Wolke, die garantiert kein „Fake“ ist, weil ich sie selbst fotografiert habe, – am 7. Juni 2012. Auf diesen Tag hat meine geliebte Oma gewartet, um zu ihrem Mann Gerhard weiterzufliegen, der 60 Jahre vor ihr bei einem Unfall „gestorben“ war. Sie hatte nach ihm nie wieder einen Mann. In dieser Wolke erkenne ich sie beide, genau wie die Farben des Regenbogens, der ein paar Minuten später an der Stelle „aufgegangen“ ist.

Der 7. Juni war ihr Hochzeitstag… ♥ ♥

Fly in peace~~~ ♥ ♥

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ma-opa-text-17-03-13

Gedicht: „Am Leben“

rotkehlchen

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Dieses Gedicht kam heute Mittag angeschneit, als die Schneeflocken vor meinem Fenster nach oben geflogen sind… <3

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Am Leben

Wie seltsam, ihnen zuzuseh’n,
wie sie kristallen
vor meinem Aug‘ nach oben schweben,
wie sie fallen,
sich still erheben,
wie Engel im Strom der Unendlichkeit,
wie Seelen, die im Winde weh’n,
am Fenster, am Herzen, am Leben.

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